Stadtabdrücke – Landabläufe: Werkstattgespräche und Buchvorstellung
Buchpräsentation und Diskussion
19Jun
Das Werkstattgespräch markiert den Übergang vom prozesshaften, offenen Labor zur fertigen Ausstellung „Stadtabdrücke – Landabläufe“. An diesem Abend ziehen die Architekturkollektive asphalt und circa. eine erste Zwischenbilanz ihrer Recherchen im HDA und diskutieren methodische Zugänge mit geladenen Gäst:innen. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion über die Zukunft des Bauens und die Transformation unserer Materialkreisläufe.
Im Zentrum steht die Frage, wie eine neue Erhaltungskultur im Umgang mit Bestand, Materialflüssen und alltäglichen Infrastrukturen entstehen kann. Während asphalt kommunale Bauhöfe und Abfallsammelstellen im ländlichen Raum als Orte der Wiederverwendung und Logistik untersucht, richtet circa. den Blick auf übersehene Räume und Praktiken des Weiterbauens in der Stadt. Gemeinsam eröffnen beide Positionen ein vielschichtiges Bild einer gelebten Umbau- und Reparaturkultur.
Gäst:innen des Werkstattgesprächs sind Alexander Barina und Beatrice Koch, die zusammen mit Anne Femmer und Florian Summa (summacumfemmer) sowie fünf weiteren Architekt:innen das Projekt v29 ins Leben gerufen haben. Das Projekt verbindet gemeinwohlorientierten Wohnungsbau mit einer experimentell-forschenden Praxis des ökologischen Bauens. In einer Leipziger Baulücke entsteht in den kommenden Jahren ein Wohngebäude, das geförderten Wohnraum für vulnerable Gruppen schafft. Das Projekt versteht sich als Reallabor für ökologisches, partizipatives und gemeinwohlorientiertes Bauen – getragen von zivilgesellschaftlichem Engagement und in weiten Teilen als handwerkliches Kollektivbauprojekt realisiert und wird noch bis November als Teil der Bauhaus-Jubiläumsausstellung "Algen | Schutt | CO2“ in Dessau vorgestellt.
Zur Publikation: Umbauhof – Ein Ort für die Wiederverwendung von Bauteilen Der „Umbauhof“ ist mehr als ein Lager – er ist ein Modell für eine geteilte Infrastruktur des Umbaus. Während in der vorangegangenen Phase temporäre Pop-up-Umbauhöfe als Orte der gemeinsamen Praxis dienten, weitet der Ausstellungsfokus „Landabläufe“ den Blick auf die bestehende kommunale Landschaft. Welche Potenziale verbergen sich in steirischen Bauhöfen und Sammelstellen? Wie können diese oft unsichtbaren Orte als Motoren einer neuen Erhaltungskultur fungieren?
Ablauf der Werkstattgespräche: Begrüßung: Karin Oberhuber, HDA Einleitung: asphalt Kollektiv für Architektur & circa. Initiative für Umbaukultur Kurzvorträge Vorstellung V29: sozial-ökologisches Kollektivbauprojekt aus Leipzig, Alexander Barina & Beatrice Koch Buchpräsentation: Umbauhof – Ein Ort für die Wiederverwendung von Bauteilen, asphalt Kollektiv für Architektur Input Stadtabdrücke: Recherchen zur urbanen Umbaukultur, circa. Initiative für Umbaukultur
Gemeinsames Gespräch Alexander Barina & Beatrice Koch, V29, Leipzig Univ.-Prof. Lukas Imhof, Institut für Architekturtechnologie, TU Graz Univ.-Prof.in Eva Mair, Institut für Gebäudelehre, TU Graz asphalt Kollektiv für Architektur circa. Initiative für Umbaukultur Moderation: Ella Felber, Forscherin zu sozialen Potenzialen von Umbau, Initiatorin zkmb Ausstellungsrundgang Mit Fokus auf der Verbindung von filmischen Aufnahmen, kartografischen Analysen und physischen Spolien (Fundstücken), die Wiederverwendung als konkrete materielle Praxis begreifbar machen.
Zwei Architekturkollektive – asphalt und circa. – transformieren das HDA in ein offenes Labor. Zwischen Dokumentation, Archiv und räumlicher Inszenierung entsteht ein gemeinsamer Denk- und Diskursraum, der ihr Interesse am Umgang mit dem Bestand sowie an der Etablierung einer neuen Erhaltungskultur sichtbar macht. Ausgehend von präzisen Feldrecherchen zu Routinen, Materialflüssen, Spuren und Infrastrukturen eröffnen sie zwei sich ergänzende Perspektiven auf neue Narrative des (Um-)Bauens in Stadt und Land. Die Ansätze und Arbeitsweisen beider Kollektive werden im HDA zusammengeführt und unmittelbar lesbar gemacht. Ein vielschichtiges Begleitprogramm aus Gesprächen, einem Symposium und Workshops mit Studierenden – beginnend im Rahmen der Architekturtage 2026 – vertieft diese Perspektiven, entwickelt sie weiter und trägt sie im gemeinsamen Diskurs in die Öffentlichkeit. KICK OFF: Samstag, 30. Mai, 18 Uhr
Die Open Workshops im Haus der Architektur laden Besucher:innen dazu ein, selbst Exponate für die wachsende Ausstellung „Stadtabdrücke – Landabläufe“ anzufertigen. In einer offenen Labor- und Werkstattsituation können Interessierte ohne Voranmeldung vorbeikommen und mit Mitgliedern des Kollektivs circa. ins Gespräch kommen.
Die Open Workshops im Haus der Architektur laden Besucher:innen dazu ein, selbst Exponate für die wachsende Ausstellung „Stadtabdrücke – Landabläufe“ anzufertigen. In einer offenen Labor- und Werkstattsituation können Interessierte ohne Voranmeldung vorbeikommen und mit Mitgliedern des Kollektivs circa. ins Gespräch kommen.
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