Getreidespeicher gehören zu der Art „Daseinsvorsorge“, die zwar schon seit Menschengedenken überlebensnotwendig sind, denn sie garantieren die Versorgung mit einem Grundnahrungsmittel auch im Falle möglicher Ernteausfälle, und trotzdem ist es eine, an die man beim Stichwort „Infrastruktur“ nicht sofort denkt. Im Rahmen der Architekturtage 2026 werden zwei komplett unterschiedliche Vertreter der Kategorie Getreidespeicher besucht und hinter die Kulissen geschaut.
2026
Wer sich mit den Kirchenbauten Niederösterreichs aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigt, begegnet unweigerlich dem Namen Robert Herfert (1926–2011). Der Künstler, der an der Akademie der Bildenden Künste in Wien unter Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl ausgebildet wurde, hinterließ als Maler, Bildhauer und Idealist zahlreiche Spuren im öffentlichen Raum. Doch Herfert war mehr als ein Gestalter – er war ein Fragender, ein Herausforderer: von Material, Kirche und Zeitgeist gleichermaßen.
Wer sich mit den Kirchenbauten Niederösterreichs aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigt, begegnet unweigerlich dem Namen Robert Herfert (1926–2011). Der Künstler, der an der Akademie der Bildenden Künste in Wien unter Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl ausgebildet wurde, hinterließ als Maler, Bildhauer und Idealist zahlreiche Spuren im öffentlichen Raum. Doch Herfert war mehr als ein Gestalter – er war ein Fragender, ein Herausforderer: von Material, Kirche und Zeitgeist gleichermaßen.
Wie wird es sein – im Mai, an der Donau, dort in Grimsing? Es ist still an der Donau an diesem Morgen. Der Strom liegt ruhig zwischen den Hügeln der Wachau, als hätte er kurz vergessen, wie kraftvoll und unberechenbar er sein kann. Doch wer die Augen länger offenhält, spürt: Etwas regt sich. Ein kaum hörbares Umschichten, ein sanftes Ziehen im Wasser, ein Atemholen des Flusses. Alte Seitenarme öffnen sich wieder, Ufer verlieren ihr steinernes Korsett, und in den Zwischenräumen des Kieses glimmt erstes, zartes Leben. Es ist, als würde die Donau in sich hineinhorchen – und sich erinnern. Also fahren wir hin…
Der Bauhof ist eine zentrale, aber oft übersehene Einrichtung in österreichischen Gemeinden. Seine Mitarbeiter:innen sorgen für Sauberkeit, Instandhaltung und das Funktionieren der öffentlichen Infrastruktur – vom Winterdienst über Grünpflege bis zur Reparatur von Fahrzeugen und Geräten. Ein Rundgang im Bauhof zeigt, wie vielfältig und wichtig diese Arbeit ist und lässt uns die Leistungen der Gemeindemitarbeiter:innen mit neuen Augen sehen.
Die Wachaubahn, eine der historischen Schmalspurbahnen Niederösterreichs, war einst die Lebensader für abgelegene Ortschaften entlang der Donau. Ihre knapp 35 km lange Strecke verbindet Krems mit Emmersdorf und wurde 1909 eröffnet, um Handel, Pendlerverkehr und Tourismus gleichermaßen zu ermöglichen. In ihrer Blütezeit transportierte die Bahn täglich hunderte Menschen und war zentral für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Einem alten Fabriksareal wird neues Leben eingehaucht. Wie aus einem alten Industrieareal ein neuer Stadtteil für Möllersdorf entstehen kann erfahren wir bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit Kallinger Projekte und dem Architekturzentrum Wien im Rahmen der Architekturtage 2026 stattfindet.
Wasser ist unser Lebensquell. Noch ist es in unseren Breitengraden ausreichend vorhanden, mancherorts sogar im Überfluss. Ttrotzdem – oder wahrscheinlich gerade deswegen - wird es meist zu wenig wertgeschätzt. Die Exkursion beleuchtet unterschiedlichste Aspekte rund ums Trink- und Brauchwasser und zeigt Beispiele von Ingenieurskunst, von der wir heute noch profitieren.
Südtirol ist weit mehr als ein Postkartenidyll aus Dolomitenpanorama und Apfelblüte. Es ist ein Resonanzraum – gezeichnet von alpiner Topografie, geprägt von kultureller Mehrsprachigkeit, geschichtet in Jahrhunderten gebauten Lebens. Und in genau diesem Spannungsfeld hat sich eine Architektursprache herausgebildet, die weder laut noch beliebig ist, sondern kontextuell präzise und gestalterisch klar: sensibel im Umgang mit dem Bestehenden, mutig im Denken neuer Räume, radikal in der Haltung, ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Diese Reise folgt nicht bloß den Linien beeindruckender Fassaden oder der Ästhetik gut gemachter Details. Sie folgt einer Haltung, die im Weiterbauen keine bloße Anpassung, sondern eine kulturelle Notwendigkeit sieht.
Im Jahr 2024 begab sich die erste Exkursion der Reihe (g)runderneuert in den südöstlichen Raum Niederösterreichs. Auf dem Programm standen sorgfältig wiederbelebte Areale und markante Bauwerke, die von einer neuen, zukunftsgewandten Nutzung zeugen. Im Fokus standen alte Industriegebiete, die mit besonderem Gespür für Bestand, Kontext und soziale Funktion einer vorbildlichen Transformation unterzogen wurden. 2025 wurde die Reihe konsequent fortgesetzt – diesmal führte der Weg ins Waldviertel, eine Region, deren Identität eng mit der Textilproduktion verknüpft ist.
Tom Korn verarbeitet Gebautes zu künstlerischen Einstellungen und Ansichten. Besonders die Moderne liefert ihm das Vokabular: Formen, Ebenen, Farben. Daraus entwickelt er grafische Lösungen, die sich als Druckgrafiken, Objekte, Malerei, Fotografien, Zeichnungen oder Installationen manifestieren – oder, wie in Krems, als Wandcollage.
Das Symposion Lindabrunn wurde 1967 als Steinbildhauer-Symposion gegründet und wird heute von einem jungen, intersdisziplinären Team als offener Ort zeitgenössischer Kunstproduktion geführt. Auf einem 24 Hektar großen Skulpturen- und Landschaftspark in der hügeligen Landschaft des Triestingtals treffen Kunst und Natur auf einzigartige Weise aufeinander. Die enge Verbindung von künstlerischem Erbe, aktueller Produktion und seltener Biodiversität macht das Gelände zu einem besonderen Ort. Seine Geschichte wie auch sein ökologischer Kontext regen zur Auseinandersetzung mit relevanten Fragen an – in Kunst, Gesellschaft und Umwelt.
Dieser Halbtages-Kurs ist Teil eines derzeit in Planung befindlichen modularen Baukulturlehrgangs mit vertiefenden Inhalten. Er richtet sich insbesondere an Bürgermeister:innen, Planer:innen sowie an Gemeindemitarbeiter:innen, die mit Fragen des Bauens und Baukultur befasst sind.
Die Ausstellung widmet sich der Frage, ob es zwischen dem Einfamilienhaus und dem Wohnblock passende Bau- und Wohnformen im Dorf gibt, die einem heutigen „Wohnen am Land“ gerecht werden. Es werden Projekte gezeigt, die beispielgebend für die weitere Entwicklung der Dörfer und Gemeinden in ganz Österreich sein könnten. Die Ausstellung wurde vom Architektur Raumburgenland konzipiert und wird nun von ORTE in Kooperation mit Wirtschaft Langenlois in Langenlois gezeigt.
Am 3. März 2026 treffen sich Wohnprojekte, Initiativen und alle Interessierten an der USTP St. Pölten zum Austausch, Vernetzen & Voneinander-Lernen. Zwei neue Initiativen aus St. Pölten und Melk stellen ihre Ideen vor – offen, informell und zum Dazukommen.
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, notierte Ludwig Wittgenstein. Sprache ist unser Werkzeug, um Welt zu erschließen – sie formt unser Denken, unsere Wahrnehmung, unser Handeln. Wer eine neue Sprache lernt, spürt rasch: Was ich nicht benennen kann, bleibt mir fremd. Doch auch in der eigenen Muttersprache begegnen wir im Lauf des Lebens immer wieder neuen Worten, neuen Begriffen. Sie erweitern unseren Horizont – und oft auch unser Selbstverständnis.
Wie können Kleinstädte und ländliche Gemeinden inklusive Wohnformen schaffen, die älteren und jungen Menschen, Menschen mit und ohne Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen und vielen mehr wirklich gerecht werden?
Die viel beachtete ORTE-Aussstellung wandert 2026 ins Architektur Haus Kärnten! Ist die Forderung nach Baukultur schiefgelaufen? Statt nachhaltiger Siedlungsentwicklungen sieht man grassierende Leerstände in Stadt- oder Dorfzentren und flächenfressende Einfamilienhäuser, deren Zuwachs kein Ende nimmt. Zukunftsfähige Verkehrspolitik scheint ein Fremdwort zu sein, denn statt gut etabliertem Bus- wie Bahnverkehr mäandern mehr und mehr Straßen querfeldein, dominieren Parkplätze das Bild unserer Städte und Regionen und versiegeln die Böden. Alle sprechen von Klima- und Naturschutz, doch zeugt das Landschaftsbild sehr oft davon, dass den Worten kaum Taten folgen.
Die Ausstellung des afo architekturforum oberösterreich zeigt mit viel Schwung, wie vielfältig, inspirierend und selbst bestimmt Wohnen im Alter sein kann. Sie macht deutlich: Unsere gebaute Umwelt prägt Lebensqualität – und gerade angesichts der alternden Gesellschaft brauchen wir neue mutige Wohn- und Pflegekonzepte. Von historischen Alte-Leute-Siedlungen bis zu 45 frischen, mutigen Projekten aus dem In- und Ausland eröffnet die Schau überraschende Perspektiven. Sie fordert flexiblere Pflege, innovative Förderpolitik und lebendige, fußläufige Ortskerne, die Gemeinschaft stärken und echte Wahlfreiheit im Alter ermöglichen.
Endlich kommt die erfolgreiche Eigenproduktion des afo architekturforum oberösterreich nach Niederösterreich. Sie widmet sich dem Themenkomplex des Älterwerdens im Kontext der gebauten Umwelt.
Wir schlendern nicht nur durch Stein – wir lauschen Laternen, vermessen Wege mit den Füßen und schauen den Häusern tief in die Fenster. Wir streifen durch Gassen, queren Plätze und schlüpfen durch verwinkelte Durchgänge. Wo führt diese Treppe hin? Warum steht dieser Mistkübel genau dort? Und was flüstert eigentlich das Kopfsteinpflaster?
„Ein Ort ist kein Wort“ ist ein filmisches Traumtagebuch über Krems: aus Fragmenten, Fundstücken, Heimvideos, Stadtansichten, Blicken aus Fenstern und zufälligen Momenten. Über 200 Filmausschnitte aus dem 20. Jahrhundert, ergänzt durch filmische Eindrücke aus der lokalen Bevölkerung, verweben private Erinnerungen über Vergessenes wie Alltägliches und Mikrogeschichten mit offiziellen Bildern und kollektiver Erinnerung zu einem partizipativen Video-Essay.




















